Beschäftigungspakt 50plus Kreis Wesel

 




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78 regionale Beschäftigungspakte vermitteln 2011 über 70.000 ältere Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt

Mehr als 70.000 ältere langzeitarbeitslose Frauen und Männer sind seit Anfang 2011 durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Bundesprogramm "Perspektive 50plus" wieder in Beschäftigung gekommen. Damit wurden die für das Jahr 2011 gesteckten Ziele erreicht und leicht übertroffen. Insgesamt haben die im Bundesprogramm eigenverantwortlich agierenden 78 regionalen Beschäftigungspakte, zu denen auch "Reife Leistung! Süderelbe packt an" als Umsetzungsorganisation gehört, über 200.000 langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit individuellen und auf die Regionen angepassten Maßnahmen erreicht.
Insgesamt konnten die Akteure in den 78 Paktregionen im vergangenen Jahr rund 37 Prozent der etwa 550.000 als langzeitarbeitslos registrierten Frauen und Männern über 50 Jahre ansprechen und mit zahlreichen, qualifizierten Maßnahmen unterstützen. So gesehen profitierte jeder Dritte aus der Zielgruppe von den Angeboten des Bundesprogramms. Der Anteil der vermittelten Frauen gemessen an den gesamten Vermittlungszahlen im Bundesprogramm "Perspektive 50plus" entspricht 43 Prozent. Positiv fällt weiterhin auf, dass nur 34 Prozent der geschlossenen Beschäftigungsverhältnisse in 2011 durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert wurden. Damit nimmt die finanzielle Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von älteren Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell ab (2009: 50 Prozent; 2010: 49 Prozent).
Maßgeblich zum guten Gesamtergebnis des vergangenen Jahres beigetragen hat die praktisch flächendeckende Ausweitung des Bundesprogramms. Mit dem Start der dritten Programmphase am 1. Januar 2011 ist die Anzahl der beteiligten Grundsicherungsstellen von 349 auf rund 420 gestiegen. Regionale Beschäftigungspakte verrichten ihre Arbeit für mehr Beschäftigung Älterer damit inzwischen in über 95 Prozent des gesamten Bundesgebietes.


Chance: Tatort Münster

Seite an Seite mit den beliebtesten Darstellern Deutschlands spielt Batyr Doskiev (auf dem Foto links außen), „Impuls 50plus“-Teilnehmer des Caritas Kompetenzzentrums Dinslaken, in der Tatort-Episode „Hinkebein“ mit, der in Münster gedreht wurde. Der tschetschenische Diplom-Schauspieler ergatterte eine begehrte Komparsenrolle, in der er einen von einer Gruppe russischer Polizisten darstellt, die die deutsche Polizeiarbeit kennen lernen wollen. Im Kompetenzzentrum Dinslaken besuchte er einen Deutschkurs für Migranten und fand für seinen 2-jährigen Sohn eine Tagesmutter, so dass er an einer neuen beruflichen Zukunft arbeiten konnte. Die Komparsenrolle im Tatort sieht er als Sprungbrett für eine Karriere als Schauspieler in Deutschland. Der Sendetermin steht noch nicht fest

Bürgermeister Heidinger besucht Kompetenzzentrum in Dinslaken

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger (li.) hat das INISS-Kompetenzzentrum der Caritas in Dinslaken besucht und zeigte sich voll des Lobes war die Leistung und das Engagement des INISS-Teams, zumal er wisse, wie schwer es immer noch sei, ältere Menschen in Arbeit zu vermitteln. Er plädierte dafür, auch ihnen die Chance zu geben, die sie verdient hätten. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels könne es sich die Gesellschaft nicht leisten, auf diese Gruppe der Arbeitnehmer zu verzichten. Bei diesem Pressetermin wurde die 63. Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorgestellt.


Sich auf den Weg machen - Mobilitätswoche des NRRW-Pakts

Für Langzeitarbeitslose ist es oft schwer, sich nach langer, erfolgloser Stellensuche auf den Weg zu machen und so mobil zu sein, wieder einen Job zu suchen oder sich um eine Weiterbildung zu kümmern. Viele müssen es erst lernen, richtig die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, einen Fahrkartenautomaten zu bedienen oder die passende Verbindung zu finden. Die sechs Regionen an Rhein, Ruhr und in Westfalen haben deswegen einen „Mobilitätstag“ initiiert, bei dem ältere Arbeitslose in Gruppen selbstständig den Weg nach Essen finden sollen, um sich im Berufsförderungszentrum (Bfz) Essen über verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten zu informieren. Anschließend besuchten alle die Zeche Zollverein in Essen. Aufgabe war es, mit öffentlichem Nahverkehr zum Bfz Essen zu gelangen. Jede Gruppe hatte eine Begleitung, die bei entsprechenden Problemen weiterhalf. Bei INISS standen außerdem noch beispielsweise ein Roller-Kurs (Foto), ein Kurs über das Flicken von Fahrrädern oder eine Fahrradtour auf dem Programm.

Mit 62 noch ein neuer Job  – ein gelungenes Vermittlungsbeispiel aus dem Kompetenzzentrum Dinslaken
 
Als Wolfgang Hetzel ins Kompetenzzentrum Dinslaken der Caritas kam, war klar, dass dieser Mann am 31.12.2012 in Rente geht. Der Rentenbescheid mit dem Datum lag bereits vor. Mit 62 Jahren und jahrzehntelanger Berufserfahrung konnte er sich auf den wohlverdienten Ruhestand freuen. Doch die Situation im ALG 2-Bezug machte ihn nicht wirklich glücklich. Er wollte wieder arbeiten, auch wenn es nur ein 400-Euro-Job wäre. Als sich für ihn die Gelegenheit bot, einen Taxischein zu erwerben, sagte er ohne zu überlegen zu. Im Taxiunternehmen Dickmann, die einen Übungsraum zur Prüfungsvorbereitung zur Verfügung stellten, wurden er und weitere Teilnehmer auf die Ortskenntnisprüfung intensiv vorbereitet. Am 21.06. war es dann soweit: Prüfungstag. Sitzen die erlernten Kenntnisse? Stellt der Prüfer schwierige Fragen? Darf ich, wenn ich durchfalle, nochmal an der Prüfung teilnehmen? Werden die Kosten beim Durchfallen überhaupt übernommen? Kein Problem – Wolfgang Hetzel bestand die Prüfung mit Bravour und unterschrieb einen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitvertrag bei Taxi Dickmann. Und das mit 62 Jahren und einem Behindertengrad von 60%. Auf dem Foto: Jobscout Tobias Böhme vom Kompetenzzentrum Dinslaken (li.) und Wolfgang Hetzel.

Insgesamt konnte INISS im ersten Halbjahr 242 ältere Arbeitslose vermitteln, davon 212 mit einem Vertrag über sechs Monate. 579 Personen konnten in diesem Zeitraum neu aktiviert werden.

Erfolgreiche Bilanz 2010: Ambitionierte Vermittlungsziele konnten zu 87 % realisiert werden

Insgesamt 451 Vermittlungen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, das ist das wichtigste Ergebnis der INISS-Leistungsbilanz für 2010. Knapp 89 % haben dabei eine längerfristige Beschäftigung über 6 Monate aufgenommen. 270 Stellen oder 60 % waren Vollzeitstellen. Unter den Vermittelten befanden sich 168 (37 %) Frauen und 283 (63 %) Männer. Die Männer traten zumeist Vollzeitstellen an, während der überwiegende Teil der Frauen eine Teilzeitarbeit aufgenommen hat. Hinzu kamen 15 Existenzgründungen und 72 Personen (mehrheitlich Frauen), die einen Minijob gefunden haben. Die Heranführung der Zielgruppe an den Arbeitsmarkt durch vielfältige und unterschiedliche Aktivierungsmaßnahmen ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe. Insgesamt wurden in den vier Kompetenzzentren 496 Frauen und 439 Frauen aktiviert.

Neues Aktivierungs- und Trainingsprogramm

Das Kompetenzzentrum Wesel / Hamminkeln hat ihr neues Aktivierungs- und Trainingsprogramm 2011 veröffentlicht. Neu im Programm sind u. a. Mobilitätstrainingsangebote wie ein Pannenkurs, der Umgang mit dem Motorroller oder Fahrradreparaturen, kreative Holzarbeiten, Wohnungsrenovierungsarbeiten oder spezielle Kurse für Männer und Frauen. Download

 


50plus Tag in Moers: Lob und Ehrungen / Fünf Jahre INISS

Hauptredner auf dem 50plus-Tag in Moers war der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Ralf Brauksiepe. Die gesamte Bundesinitiative Perspektive 50plus, und damit auch INISS, habe einen wesentlichen Anteil daran, dass die Arbeitslosigkeit trotz der Krise niedrig gehalten werden konnte, sagte Brauksiepe. Ziel für die anstehende dritte Projektphase sei es nun, annähernd alle Grundsicherungsstellen flächendeckend einzubeziehen. Besonders bewährt habe sich der regionale Ansatz mit der Einbindung verschiedener Träger vor Ort. Zahl des Tages war die 1.117: so viele ältere Arbeitslose hat INISS seit Beginn vor fünf Jahren in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen vermitteln können.
Landrat Dr. Ansgar Müller (Wesel), der das Projekt von Anfang an mit viel Wohlwollen begleitet
hat, hob in seinem Grußwort hervor: "Das ist eine überaus erfolgreiche Initiative", die nur mit
einem „engagierten Team möglich war". Auch die anderen Redner fanden viele lobende Worte:
"Wir haben es hier wirklich mit einer sehr sinnvollen Sache zu tun!" (Norbert Ballhaus,
Bürgermeister der Stadt Moers, Foto)."Dass sich das Projekt so lange gehalten hat, spricht für
seine Professionalität. Hier in der Region haben sich sehr erfahrene Akteure zusammengetan." (MdB Siegmund Ehrmann, SPD) "Diese Initiative ermöglicht Arbeit in Würde." (MdB Niema Movassat, Die Linke). Mit der Notwendigkeit, als Ältere motiviert zu bleiben und Visionen zu haben, beschäftigte sich der Fachvortrag von Thorge Lorenzen (International Motivation Training), und für augenzwinkernde Unterhaltung sorgte das Mitmachtheater der Bocholter Bühne. 

Während der Veranstaltung wurden auch die „Unternehmen mit Weitblick im Kreis Wesel 2010
ausgezeichnet. KLXM Crossmedia Moers, Sportpark Klingerhuf Moers, Waldhotel Tannenhäuschen Wesel, Elektrotechnik Schlusemann Wesel.

Weitere Informationen und Fotos zum 50plus-Tag

NRRW-Transferworkshop im Kreishaus Borken

Alle Partner im NRRW-Pakt trafen sich im Kreishaus Borken zu einem "Transferworkshop". Landrat Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken - Foto) begrüßte die Teilnehmenden und hob in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung hervor, die der Pakt in der Vermittlungsarbeit habe. Die rund 250 Besucherinnen und Besucher beschäftigten sich in der Veranstaltung mit Fragen der Motivation sowie der Methodenvielfalt. Schwerpunkt war ein "Speeddating", bei dem sich die Kolleginnen und Kollegen der Pakte direkt austauschen konnte. Fotos (zum downloaden). 


Neuer Dinslakener Bürgermeister besuchte Kompetenzzentrum


Der neue Bürgermeister von Dinslaken, Dr. Michael Heidinger (Mitte), besuchte das Kompetenzzentrum der Caritas in Dinslaken. Er informierte sich über die Arbeit des INISS-Projekts. Im Laufe des Gesprächs wurde deutlich, dass auch er über Berufserfahrungen aus der Arbeitsvermittlung verfügt. Dr. Heidinger lobte die erfolgreiche Arbeit des Caritas-
Kompetenzzentrums und zeigte sich über das Projekt, „mit dem Ziel, eine Brücke in den Arbeitsmarkt zu schaffen“, begeistert. Der Bürgermeister von Dinslaken zeigte sich froh darüber, in Dinslaken dieses Projekt zu haben, das jede einzelne Person als Ganzes begreife und dabei nicht nur auf die Schwächen eingehe, sondern auch die Stärken fördere. 



Video "INISS wirkt"

Interviews mit Teilnehmenden, die erfolgreich integriert wurden, Statements von Verantwortlichen und Firmenchefs, Szenen aus der Bildungs- und Beratungsarbeit: "INISS wirkt" heißt die neue CD, die plastisch vor Augen führt, wie die Initiative am Niederrhein erfolgreich Ältere in den Arbeitsmarkt vermittelt. Und so wie sich für jeden mehr und mehr Chancen formen, so zeigt der Film die schrittweise Modulierung des Oscars 50plus (s.u.). Das Video kann über die INISS-Geschäftsstelle im Klausenhof bezogen werden. (iniss@akademie-klausenhof.de)

 

Unternehmen mit Weitblick ausgezeichnet

Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs "Unternehmen mit Weitblick" sind  das Erholungszentrum Grav-Insel Wesel, die MSA Hochbau Wesel und das Rudolf-Schloer-Stift Moers. Sie wurden im Rahmen des 50plus-Tags Kreis Wesel in der Akademie Klausenhof mit einem 50plus-Oscar ausgezeichnet. Die Figur ist ein Werk des Hamminkelner Künstlers Wolf-Dieter Groth. Ellen Burhans (Geschäftsführerin ARGE Kreis Wesel), Dr. Ansgar Müller (Landrat Kreis Wesel) und Dr. Glück (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel) gratulierten den drei Preisträgern. Der INISS-Preis würdigt Unternehmer, die sich in besonderer Weise um Ältere kümmern. Er wird bereits zum vierten Mal verliehen. Auf dem Foto (v.li.): Frank Seibt (Geschäftsführer Erholungszentrum Grav-Insel - Preisträger), Wolfgang Dyck (Rudolf-Schloer-Stift Moers - Preisträger), Dr. Ansgar Müller, Ulrich Altmann (Geschäftsführer MSA Hochbau, Wesel - Preisträger).

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